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"ros, schilt, sper, hube unde
swert - diu machent gouten ritter wert"
Dieser Spruch legt zumindet die
"Mindestausstattung" an einen bewaffneten Dienstmann - einen
Gewaldboten - fest. Die Vorlagen für die Ausrüstung
stammen
im Wesentlichen aus dem Ausstellungskatalog "Die Salier". Hiernach wird
die Ausstattung eines salischen Kriegers wie folgt beschrieben:
".. Dem
Körperschutz dienten ein
kurzärmeliges knielanges Kettenhemd (Ringpanzer), ein konischer
Eisenhelm mit einem Naseneisen als einzigem Gesichtsschutz. Eine
bewegliche Deckung ermöglichte ein großer
mandelförmiger, gelegentlich auch runder Schild. Die
Hauptangriffswaffen waren das zweischneidige Hiebschwert und die Lanze.."
Bei den Fußtruppen kommen dazu noch Bogen, Armbrust und Beil.
Wehr
Schild
Neben dem Ringpanzer und dem Schwert ist der Schild einer der
primären Ausrüstungsgegenstände. Im 11. jhd.
war die
mandelförmige Schildform vorherrschend, bekannt als sog.
Normannenschild. Mehr...
Helm
Typische Helmform ist der konische Helm mit Nasenschutz. Ist ein
hervorragender Schutz gegen Schläge von oben gegen den Kopf,
welche die Haupttrefferzone beim Kampf hinter dem Schild darstellt. Mehr...
Sarrock
Der Sarrock oder Gambson ist eine aus Stoff bestehende Rüstung,
die je nach Finanzlage als Primärrüstung oder
Sekundärrüstung unter oder über den Ringpanzer getragen
wurde. Meinen "Gambi" habe ich selbst hergestellt und hier
dokumentiert. Mehr..
Ringpanzer
wird zur Zeit noch geknüpft...
WAffen
Schwert
Sper
Sax
Der Sax ist die typische Sekundärwaffe. Er kommt meist in
Nahkämpfen zum Einsatz (z.B. Schildwall), ist aber auch ein
"Allzweckwerkzeug" das eigentlich immer am Mann war.
Messer
Das Messer ist ein unverzichtbarer Alltagsgegenstand. Es ist
üblich ein persönliches Messer mit sich zu
führen.
Teilweise recht aufwendig sind Griff und Scheide verarbeitet.
Tracht
Die Bekleidung im Mittelalter war extrem modular
aufgebaut. Einzelne Komponenten konnten schnell und günstig je
nach Wetter, oder auch bei zu starker Beschädigung ausgetauscht
werden. Die Rekonstruktion aus Funden ist quasi unmöglich, da
Stoff ein sehr vergängliches Material ist. Bestenfalls finden sich
Stoffreste in Gräbern wie z.B. König Heinrich II. Selbst in
meinem Heimatort Bassenheim konnten in den Resten der gefundenen
keltischen Weberei nur minimale Fragmente gefunden werden.
Als Stoffe verwende ich Wolle, Leinen und Hanf.
Die Bekleidung war recht farbenroh - soweit das der Stand zuließ.
Als Farben kommen zunächst heimische Naturfarben in Betracht, die
dem Stand eines Ministerialen "zustehen". Farben (z.B. Indigo) und
Stoffe (Seide) aus dem arabischen oder byzantinischen Raum können,
wenn überhaupt, nur in geringem Maße zum Einsatz kommen. Das
hängt im Wesentlichen von der Stellung, bzw. dem Vermögen der
Person ab.
Hier einige Beispiele:
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Das Echternacher Evangeliar.
Entstanden Anfang des 11. Jhd.
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Evangeliar Heinichs II.
Hier schön zu sehen, die Ministerialen als Gefolge des Bischofs. |
Schuhwerk
Beinlinge
Die Hose des Mittelalters. Während die germanischen Stämme
noch "richtige" Hosen anhatten, war im Mittelalter in unserer Region
die Kombination Bruche und Beinlinge verbreitet. Heutzutage würde
man das als modulare Funktionswäsche bezeichnen. Mehr..
Tunika
Alltag
Alltagsgegenstände die im Rahmen meiner Darstellung verwendet
werden.
Geschirr
Hauptmaterialien sind Holz und Ton. Nach vorliegenden Funden gibt es
dabei keinen großen Unterschiede zwischen ländlicher
Bevölkerung und den Ministerialen auf der Burg. Das
Serviergeschirr besteht in der Regel aus gedechselten
Holzgefäßen (Teller und Schalen).
Gefäße aus Glas
sind eher eine Seltenheit.
Keramikgefäße sind meist Kannen, Flaschen oder
Becher.
Die
im Rheinland vorkommende Keramik (sog. Pingsorfer Keramik, nach dem Ort
Pingsdorf) ist aus gelblichem Ton gebrannt und in roten
Farbtönen
bemalt, jedoch nicht glasiert. Die Produktion erfolgt in vielen
Brennereien entlang des Rheines und der Eifel. Glasierte Keramik kommt
vor allem im Maasgebiet vor.
Als Kochgeschirr wurden meist eiserne Pfannen und Kessel verwendet.
Aufwendigere Keramik - Luxusware - stammt vor allem aus Byzanz, bzw.
aus Süditalien, welches einen regen Handelsverkehr mit
arabischen
Ländern pflegt.
Sitzgelegenheit
Als Sitzgelegenheit für unterwegs habe ich einen Dreibeinhocker
konstruiert. Leicht zu transportieren, kein Metall, günstig in der
Herstellung und sehr bequem.
 
Material:
Leder, Haselnussholz, Hanfseil
Was mir an dieser Konstruktion gut gefällt, ist zum einen das äußerst bequeme Sitzen.
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