Die Sage
Schon seit meiner Schulzeit
hat mich die Sage des Hildebrandslieds
fastziniert. Als Randthema der
Nibelungen und in den Geschichten um Dietrich von Bern (Theoderich)
wird
die Figur immer wieder erwähnt. Siehe auch Thiedrekssaga.
Die Sage des Hildebrandslieds
spielt in der Zeit der
Völkerwanderung (5. Jhd)- eine historisch sehr interessante
Zeit
- auch hinsichtlich meines Heimatortes Bassenheim, der in der Zeit
der
fränkischen Landnahme im 5. Jhd. entstanden ist.
Rahmenhandlung des Hildebrandslieds sind die Kämpfe
zwischen Thedoderich
(455-525 = Dietrich von Bern, König der Ostgoten) und dem
germanischen König Odoaker
(Odoakar). Letzterer hatte bis dahin die Reste des
weströmischen Reichs beherrscht und wurde von Theoderich
getötet. Als
Jahr der Handlung kommt 486 in Betracht, als Theoderich in Italien
einfiel.
In älteren Quellen setzte man Hildebrand dem ostgotischen
Heerführer Gensimund gleich. Die Namensendung -brand, bzw. die
Kurzform Ibba kommt im ortgotischen jedoch nicht vor, sondern ist dem
fränkischen zuzuordnen.
Literatisch
Als althochdeutsche Prosa um
830/840 n. Chr. ist das Hildebrandslied das
älteste in deutscher Sprache erhaltene Heldenlied. Leider ist
es
in der
Originalfassung nicht vollständig erhalten. Das Ende der Sage
ist
vermutlich ein tragisches. Der
Tod des junden Hadubrand, ergibt sich teilweise aus späteren
nordischen
Fassungen der Sage. Das in der nordischen Übersetzung der Edda
enthaltene Sterbelied des Hildebrandt lässt auch darauf
schliessen, dass die Sage ein tragisches Ende hat.
„Liggr
þar inn svási at hǫfði,
eptirerfingi, er ec eiga gat;
óviliandi aldrs syniaðag.“
Dort liegt mir zu Häupten, der einzige Erbe,
der mein eigen ward; wider Willen
ward ich sein Töter.
(Quelle: Wikipedia)
Im Gegensatz dazu,
endet in der Thideks Sage der Zweikampf versöhnlich - und das
schon
in der erhaltenen Handschrift von 1280. Eine interessante Arbeit zum
Hakenreim im Hildebrandslied findet sich hier .
Die Abbildung der
beiden erhaltenen Textseiten wird von der FH
Augsburg veröffentlicht.
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