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| Bau eines
mittelalterlichen Langbogens |
Die Idee
Im Sommer 2009
besuchte ich das Museum
für die Archäologie des Eiszeitalters
im Schloss Monrepos Neuwied. Auf der Veranstaltung hatte ich Kontakt zu
Dr. Johann Tinnes, der einige sehr schöne Exemplare
historischer Bögen ausstellte. Vom Steinzeitbogen
über indianische Bögen bis hin zum Langbogen war
alles dabei.
Das passt in meine Zeit, die Bögen sind historisch korrekt,
also nix wie hin zum nächsten Seminar. Das hab ich dann auch
gemacht, Im November 2009.
Quellen
Zunächst
zum Bogen. Im Salierkatalog und den sonstigen Büchern zum
Thema habe ich keine nachgewiesenen Funde - im Gegensatz zu
Armbrüsten. Der Teppich von Bayeux gibt hier aber zumindest
in bildlicher Darstellung einige Hinweise.
Insofern ist dieser Bogen erstmal eine Interpretation. Er orientiert
sich an den Funden aus dem Schiffswrack der Mary Rose, welche 1545 in
einem Seegefecht gegen die Franzosen sank.
Der Workshop
war
super. Sehr nette Teilnehmer und vor allem ein super Seminarleiter. Ich
bin aber froh dass ich erstmal mit einem einfachen Material (Hickory
Holz) angefangen habe und nicht mit Eibe, wie ich es
ursprünglich vorhatte. Hickory gehört zur Familie der
Walnuß Hölzer, das heute nur noch in Nordamerika
vorkommt. Es ist in Europa zwar bis ins Terziär nachgewiesen,
aber eigentlich als historisch korrektes Material für meine
Darstellung nicht geeignet.
Mein Arbeitsnachbar hat sich statt dessen Eibe vorgenommen. Eine
Heidenarbeit, aber auch ein wunderschöner Bogen im Ende. D.h.
das wird nicht mein letzter Bogen sein...
| Wir beginnen mit dem
"Rohmaterial". Zunächst flechten wir die Sehne, dann geht es
an das Holz. Hier wird zunächst die grobe Bogenform
ausgearbeitet. |

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Das Ergebnis
sieht dann erstmal so aus: Ausarbeitung: D-förmig mit der
flachen Seite nach außen
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| Danach gehts ans
Feintuning. Der erfahrene am Tillerboard Blick zeigt, wo die Biegung nicht perfekt ist
und dann wird wieder Holz abgeschabt... |
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| Zwischendurch
werden dann schon mal die Hornenden vorbereitet. Hier der Rohling.. |

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Das Ganze wird
dann ausgearbeitet,
geschliffen und poliert. Ich muss sagen, Horn ist ein geniales Material.
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| Hier nochmal das
überarbeitete Hornende mit zusätzlichem
Sicherungsband, sowie die Pfeile. |
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Neben
dem Bogen haben wir dann noch Pfeile zusammengabaut. Spitze aus Geweih,
geklebt mit Birkenpech und fixiert mit Hanf. Auch was war
äußerst lehrreich.
Fazit
Auf jeden Fall besuchenswert und seinen Preis allemal wert.
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