Ein Pflichtprogramm für jeden historisch
interessierten Paris Besucher ist
das Mittelaltermuseum (http://www.musee-moyenage.fr/ang/index.html).
Direkt am sehr belebten Boulevard St. Germain - quasi
gegenüber der "Tourimeile" auf dem Weg zwischen St. Germain
des
Prés und Notre Dame findet man wirklich einen Ort der Ruhe. (Google Maps
zur Orientierung). Einmal quer über die Strasse und man kann
erstmal im mittelalterlichen Garten abhängen, bevor man sich
ins
Museum begibt. Ich war dort an einem Samstag um die Mittagszeit und es
waren kaum "Standard" Touristen da.
Das
Museum selbst liegt im Hôtel der Äbte von
Cluny wurde
im 15. Jhd von den Äbten Jean de Burbon und Jacques d'Amboisein
direkter Nähe zu gallo romanischen Thermen aus dem 1.-3. Jhd
erbaut. Mehr zum Museum findet man unter Wikipedia,
so dass ich mir weiteres dazu spare. Erwähnenswert zu den
Äbten von Cluny is noch, dass Abt Hugo von Cluny Heinrich den
Eroberer bei der Neugestaltung der engl. Kirche beraten hat(1). So
findet
man erste Klöster cluny´scher Prägung in
Lewes
(England) gebaut unter Wilhelm von Warenne um 1078-1080. Der
Cluny´schen Schule entstammte auch Archdiakon Hildebrand (der
spätere Papst Gregor VII) der dafür sorgte, dass
Heinrich den
Segen des Papstes für den Kreuzzug gegen England bekam.
Die Ausstellung
Mein persönlicher Eindruck ist der einer
sehr hochwertigen
Ausstellung (teilweise leider nur in französisch) die sich auf
jeden Fall lohnt. Phantasisch sind die Wandteppiche von
der "Dame und dem Einhorn".
Sie sind in einem abgedunktelten Raum mit spezieller
Beleuchtung
(kein Photo möglich ohne Blitz). Hierfür sollte man
sich Zeit
nehmen und die Bilder wirken lassen.
Hier zum Beispiel ein sehr gut erhaltenes Schuhwerk aus dem 12. Jhd.:
Den
"bildlichen"
Nachweis habe ich dann einen Tag später auf einem Wandteppich
im
Louvre gefunden. Die Schuhgrösse würde ich mal so auf
35 schätzen.
Hier ein sehr
gut erhaltenes langes Schwert aus dem 15. Jhd. Herkunft deutsch oder
italienisch. Es erinnert stark an das Schwert aus Sempach. Das
hätt ich am liebsten mitgenommen...
Quellen:
(1) David C. Douglas, Heinrich der Eroberer